Freitag, 28. März 2014

Firmenübernahmen durch SAP

SAP ist einer der führenden Softwareunternehmen weltweit. Diese Position
wurde durch ständige Innovation und Weiterentwicklung errungen. Ganz
unschuldig an der Marktführerschaft sind aber auch strategische
Firmenübernahmen im Softwarebereich durch SAP nicht.
Business Objects S.A., eine französische Softwarefirma wurde 2008 von SAP
aufgekauft. Durch die Investition von fast 5 Milliarden Euro konnte somit
das eigene Produkt um Business-Intelligence-Lösungen erweitert werden.
Mit dem Kauf der US-amerikanischen Firma Sybase Inc. im Jahr 2010 wurde ein
weiterer Softwareriese für 6 Milliarden Dollar übernommen. Das Know-How des
führenden Anbieters für mobile Businesslösungen, Business Intelligence,
Analysen und Datenbankmanagement floss ebenfalls in die eigenen
Softwarelösungen von SAP ein. Gerade durch das Datenbankmanagement konnten
die bisherigen Lösungen im Rahmen der SAP-Software erneut erweitert werden,
insbesondere die Geschwindigkeit der Datenübertragung wurde optimiert. Auch
die mobilen Lösungen von Sybase werden bei SAP mittlerweile eingesetzt, um
Daten aus dem SAP-System auf einem mobilen Endgerät wie einem Smartphone
oder Tablet zugänglich zu machen.
Mit den Übernahmen wurden nicht nur wertvolles Wissen und zahlreiche
Softwarelösungen gewonnen, sondern auch potentielle Mitbewerber
eingegliedert. Wenngleich zu berücksichtigen ist, dass die Produkte und
Lösungen eines zugekauften Unternehmens erst über lange Zeit integriert
werden müssen. Dies geht mit einem nicht unerheblichen Entwicklungsaufwand
einher, welcher erst erfolgreich abgeschlossen sein muss, bevor die Lösungen
in den eigenen SAP Produkten anwendbar sind und zusätzliche Gewinne
generieren.
Mit der Übernahme von Sybase ist inzwischen auch die Verwendung eines
mobilen Gerätes für die Bearbeitung im SAP System möglich. Durch diese
mobile Nutzung wird ein weiteres System mit der SAP-Software verbunden, ein
so genannter indirekter Zugriff bzw. eine indirekte Nutzung. Jeder der in
einem Unternehmen nun die Möglichkeit hat, mit seinem Mobilgerät auf SAP
zuzugreifen, wird von SAP als indirekter Nutzer eingestuft. Gemäß den AGB
ist für jeden indirekten Nutzer auch eine Lizenz für die Softwarenutzung zu
erwerben. Durch die indirekte Nutzung, wenngleich es manchmal nur das
Abrufen einiger Geschäftszahlen betrifft, entstehen beim Anwender meist
weitere Lizenzkosten.

SAP steht aktuell vor einer nächsten Übernahme. Mit dem Kauf des
Softwareanbieters für Zeitarbeit-Management Fieldglass wolle SAP seine
Palette für Personalmanagement in der Datenwolke vervollständige, teilte das
im DAX notierte Unternehmen mit. Die Fieldglass-Software decke die wachsende
Nachfrage bei vielen Unternehmen ab, flexibel einsetzbare Mitarbeiter in die
Arbeitsprozesse zu integrieren. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt
der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.
http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/SAP-uebernimmt-Softwareanbieter-Fie
ldglass-3396538


[tags AGB, Lizenz, Software, Lizenzmodelle, Erschöpfungsgrundsatz, EuGH,
Wettbewerb, SAP]
[category aktuell, SAP, Microsoft]

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