Donnerstag, 5. Dezember 2013

Verbraucherschutz

Im Rahmen des Verbraucherschutzes sollen Privatpersonen und Unternehmen
selbst ihre Entscheidungen treffen können und mündig sein. Es ist Firmen
untersagt ihre Monpolstellung zum Nachteil der Kunden ausnutzen. Leider
steht in der Wirtschaft vorwiegend der Wettbewerb im Mittelpunkt mit der
Konsequenz höhere Preise durchsetzen zu können, die der Kunde dann oft zu
zahlen hat.

Wer ist aber nun der Mitbewerber?
Herkömmlich standen die Softwarehersteller im Wettbewerb. Spätestens seit
dem EugH Urteil ist offensichtlich auch ein Händler von "Gebrauchter
Software" ein typischer Mitbewerber im Markt.
Inzwischen wollen immer mehr Anwender SAP und Microsoft Software verkaufen.
Diese Unternehmen merken schnell, dass sie als direkter Wettbewerber zu den
Herstellern wie SAP und Microsoft auftreten.

Das Geschäftsmodell der Walldorfer ist spätestens seit dem Urteil des LG
Hamburg (susensoftware gegen SAP) offensichtlich angreifbar. Die
Preispolitik der SAP hält die Preise für Software auf hohem Niveau. Hohe
Preise bedeuten entsprechend hohe Gewinnmargen und darauf möchte ein
Softwarehersteller sicher ungerne verzichten. Ein echter Wettbewerb würde
wahrscheinlich im ersten Schritt zu sinkenden Preisen und sinkenden Margen
führen. Langfristig können aber Standards gefestigt werden. Damit überleben
Geschäftsmodelle, die heute Sorge um die Zukunft haben.

Der Verkauf gebrauchter SAP-Lizenzen ist möglich und sollte zugunsten des
Wettbewerbs noch freiheitlicher gestaltet werden; Stichwort ist "weltweiter
Handel".

[tags AGB, Lizenz, Software, Lizenzmodelle, Erschöpfungsgrundsatz, EuGH,
Wettbewerb, Parallelimport]
[category aktuell, SAP, Microsoft]

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