Donnerstag, 14. März 2013

Geschichte der gebrauchten SAP Software

Juni 2005 - Ablehnung der Lizenzübertragung von Babcock
Die Babcock Borsig AG hat in 2003 einen Teil ihrer SAP Lizenzen aus der SAP
Wartung genommen; in der SAP Terminologie heißt das "Teilstilllegung von SAP
Lizenzen" und bedurfte in der Vergangenheit einer besonderen schriftlichen
Genehmigung seitens SAP. Der stillgelegte Wert betrug ca. 200.000 Euro.
Diese Lizenzen und alle restlichen SAP Lizenzen sollten verkauft werden. SAP
lehnt die Übertragung von Lizenzen im Gesamtwert von netto 491.375 Euro ab
ab, weil nach den AGBs der SAP Deutschland nur eine einheitliche Übertragung
aller mit Vertrag erworbenen Nutzungsrechte unter Aufgabe der eigenen
Nutzung nach Zustimmung der SAP gestattet ist. Genau das sollte ja auch
passieren. Erklärung:

"Hintergrund vorgenannter Regelung ist unter anderem, zu vermeiden, dass
Kunden, um in eine höhere Rabattklasse zu gelangen, mehr Nutzungsrechte an
SAP Software erwerben als sie benötigen, um anschließend den nicht
benötigten Anteil an Dritte weiterzuveräußern und dadurch des Preisgefüge
der SAP aushebeln.
Unter Berücksichtigung vorgenannter Ausführungen müssen wir lhnen leider
mitteilen, dass wir die von lhnen gefordete Zustimmung zur Ubertragung von
Nutzungsrechten an SAP Software auf Herrn Axel Susen nicht erteilen werden.
Die Verweigerung der Zustimmung ist dabei auch im Sinne der Gleichbehandlung
unserer Kunden geboten." (Wir halten die Begründung für willkürlich,
unredlich und wettbewerbsbehindernd.)
http://www.susensoftware.de/aktuelles/historie/sap_babcock.pdf


[tags AGB, Lizenz, OEM, Software, Lizenzmodelle, Erschöpfungsgrundsatz,
EuGH, Europa, Widerspruch]
[category SAP]

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