Freitag, 1. Februar 2013

Unklarheiten im SAP-Lizenzmodell

Das SAP-Lizenzmodell beinhaltet Fallen, von denen die meisten Anwender
nichts wissen: Ein Unternehmen schließt in der Regel einen Vertrag, in dem
definiert ist, wie viele Nutzerlizenzen unterschiedlicher Art eingesetzt
werden dürfen. Am häufigsten sind die Kategorien des Developer-, des
Professional- und des Limited-Professional-Nutzers sowie der kostengünstigen
ESS (Employee Self Service)-User. Konkret stellt sich bei einer Vermessung
die Frage, welcher User welche Lizenz nutzt - denn danach wird bezahlt. Das
sind die häufigsten Probleme:

Beim Anlegen eines SAP-Users wird kein Lizenzschlüssel vergeben.
Konsequenz: Der User wird als Professional abgerechnet - die teuerste
Möglichkeit.

Ein User hat einen bestimmten Lizenzschlüssel, nutzt das SAP-System aber
nicht oder nicht in dem Maße, dass dieser notwendig wäre. Konsequenz:
Bezahlt wird der eingetragene Schlüssel.

Ein Unternehmen hat durch Zukäufe im Rahmen einer Expansion keine
einheitliche User ID, über die mit Standard-SAP-Mitteln konsolidiert werden
kann. Konsequenz: Unter Umständen werden für einen User (eine Person)
mehrere Lizenzen berechnet.

Ein Nutzer, der nur einfache Tätigkeiten (zum Beispiel das Sichten von
Daten im System) verrichten soll und einen entsprechend niedrigen
Lizenzschlüssel hat, nutzt das System mehr als vorgesehen. Konsequenz: Für
den Nutzer muss eine teurere Lizenz erworben werden.

Es werden Engines genutzt, deren Einsatz nicht vorgesehen war.
Konsequenz: Die Nutzung einer Engine wird kostenpflichtig lizenziert.

von Uwe Hodum
http://www.computerwoche.de/a/so-behalten-sie-die-sap-kosten-im-blick,185888
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[tags AGB, Lizenz, OEM, Software, Lizenzmodelle, Erschöpfungsgrundsatz]
[category Microsoft, aktuell, SAP]

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