Freitag, 23. November 2012

Interessenskonflikte in der IT

Alle Firmen in Deutschland sind Software-Anwender von z.B. Microsoft, IBM
oder SAP. Das ist das eine Lager in der Informationsgesellschaft von heute.
Dazu zählen wir auch.
Wir sind die, die die Software nicht nur nutzen, sondern auch für unser
Business brauchen. Wir können gar nicht mehr ohne diese Software-Produkte
erfolgreich arbeiten. Es würde uns ins Mittelalter zurückwerfen, würden wir
darauf verzichten wollen. Und wir haben uns an die recht ausgereiften
digitalen Hilfmittel gewöhnt.

... und das ahnt auch das andere Lager.
Die Software-Hersteller.
Hier hat sich im Windschatten des Fortschritts eine Industrie entwickelt,
die oft mehr Einfluss auf die IT in Ihrem Unternehmen hat, als Ihre eigene
Geschäftsführung. Damit meine ich nicht nur Einfluss auf die Kollegen aus
der Fachabteilung, sondern auch auf Ihre Kaufentscheidungen und damit auf
alles das, was sie einsetzen. Entscheidungen werden selten ohne
Einflussnahme der Hersteller getätigt.

IBM hat es vorgelebt. Ein Konzept war, die Vertriebsleute durch alle
Abteilungen des Kunden zu schicken, um Stukturen und Prozesse
kennenzulernen - oft besser als die Beteiligten. Dieses umfassende Wissen
konnte später zielgenau vertrieblich eingesetzt werden. So einfach ist es
heute nicht mehr. Heute helfen dem Vertrieb andere Abhängigkeiten.

Schauen Sie sich einfach die Cloud Entwicklung an. Sind es die Anwender, die
ihre IT auslagern wollen? Bedenken Sie, dass in vielen Fällen die IT das
Herzstück des Unternehmens ist.

Weitere Informationen:
http://gebraucht-software.tumblr.com/

[tags AGB, Lizenz, Software, Microsoft, Potential, Kosten, Urheber]
[category SAP, Microsoft, aktuell]

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