Dienstag, 23. Oktober 2012

Wie möchten die Grünen das Urheberrecht reformieren?

Auch dazu gibt es noch kein fertiges Konzept, die Bundestagsfraktion hat
eine AG Urheberrecht eingerichtet, deren Leiter der Münchner Abgeordnete
Jerzy Montag ist. Meine persönliche Meinung dazu ist folgende:

Einführung einer Bagatellgrenze in § 106 des UrhG, um Abmahn-Fälle mit
geringem Unrechtsgehalt zu entkriminalisieren. Der zivilrechtliche Schutz
soll hiervon unberührt bleiben.

Einführung einer niedrigen Kostenobergrenzen für einfach gelagerte
Abmahnfälle (vgl. auch den Vorschlag von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger)

Urhebervertragsrecht reformieren: Darin steht bereits, dass Urheber ein
Recht auf „angemessene Vergütung" haben. Recht haben und Recht bekommen sind
allerdings zwei Paar Stiefel. Hier kann z.B. die Schutzfristverkürzung von
Verwerterrechten (nicht Urheberrechten, siehe oben) helfen, die Position der
Urheber zu stärken.

Einführung einer Internet-Leer-Abgabe, um a) entstandenen Schaden zu
kompensieren und b) ggf. die private, transformatorische Nutzung und
Verbreitung zu erlauben (siehe oben)

vollständiger Text:
http://webevangelisten.de/gruenes-urheberrecht-und-meine-sicht/



[tags Sozialbindung, Kräfteverhältnis, Lizenz, Urheber]
[category aktuell]

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